Freitag, 24. Februar 2012

Weinblätter, oder wie man sich die Finger total einsaut.

Zuallererst!!! Gummihandschuhe anziehen!!! Am Besten schon beim Lesen des Rezeptes.
Ich hatte beim Zubereiten keine an, und war dann 2 Tage damit beschäftigt die Flossen wieder einigermassen sauber zu bekommen. An dieser Stelle nochmal Danke an meinen (Achtung, jetzt kommts) Vetter 3. Grades, der mir den Tipp gab, etwas Klorix statt Seife auf ein Handbürstchen zu geben und die Nägel damit zu säubern.
Manuel, Du hast mich aus der sozialen Isolation geholt.
So. Nun aber.


Eingelegte Weinblätter beim Türken des Vertrauens kaufen, auspacken und wässern, abtropfen lassen.
3 Zwiebeln würfeln und in
einer halben Tasse Öl mit
1Tasse Reis anschwitzen.
50 Gramm Pinienkerne und eine Tasse Wasser dazugeben und 10 Minuten köcheln lassen.Vom Herd nehmen und
2 EL gehackte Petersilie untermischen ( es gehört auch Pfefferminze dazu, das mag ich in der Kombination nicht so gerne und lasse es weg ).
Jetzt die Weinblätter ausbreiten (GUMMIHANDSCHUHE!), und zwar mit der Blattunterseite nach unten.
Ich nehme immer 2 aneinander, dann tut man sich leichter mit dem Rollen. 1 bis 2 EL Reismischung auf die Blätter geben, Seitenteile einschlagen und aufrollen. Mit der Naht nach unten in einen Topf geben. In dem Topf vorher ein paar ungefüllte Weinblätter auslegen. Die Menge ergibt ca. 30 Weinblätterröllchen. Dann mit
3 EL Zitronensaft,
3 EL flüssiger Butter und 1 Tasse Wasser begiessen und bei sanfter Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Abkühlen lassen.
Gefüllte Weinblätter sind irgendwie nicht mehr en vogue, meines Erachtens völlig zu Unrecht.


Die Dinger sind mjam. Vor Allem noch lauwarm ausm Topf. Gummihandschuhe eventuell vorher ausziehen...

Kommentare:

  1. Die sind säuerlich, gell? Was machen denn die Dinger mit den Händen?

    AntwortenLöschen
  2. Die werden grün-braun. Totengräberfinger. Sah aus, sag ich Dir!

    AntwortenLöschen
  3. Rote-Bete-Finger mag ich, das sieht aus, als ob man ganz viel mit den Händen gearbeitet hat ;-)
    Aber grünbraune Totengräberfinger - das sieht mehr nach Dreckspatz aus. Gut hast Du so eine grosse Verwandtschaft mit nützlichen Tipps ;-)
    Hach, und gefüllte Weinblätter - klingt nach draussen sitzen, lauem Sommerabend, netten Gästen und so...

    AntwortenLöschen
  4. Ich ziehe bei sehr heftigen Chillies immer so enge Chirurgen-Handschuhe an. Dumm nur, wenn man sich dann halt mit samt dem Handschuh ins Auge greift :)
    Schönes Rezept. Wollte ich immer schon mal selbermachen...Wie war's in Rom?

    AntwortenLöschen
  5. Wilde Henne: Hast Du auch so Frühjahrssehnsucht?
    Julia: Jaaaaaa, ich hab solche normalerweise auch an ;-) Rom ist eine traumhafte Stadt!

    AntwortenLöschen
  6. Vetter 3. Grades - ich wüsste gar nicht, wie man das definiert, merke mir aber den Tipp mit Klorix (mir passiert sowas öfter).

    Früher gab's die oft; stimmt. Mir schmecken sie, meinem Mitesser nicht.

    AntwortenLöschen
  7. Rezept super. Was soll man da auch immer schreiben.
    Sanfter für die Finger. Vollwaschpulver, Bürste, Wasser...Finger weiß!!
    LG

    AntwortenLöschen
  8. Meine Grosstante war mit seinem Urgrossonkel verheiratet. Wir fanden das erst heraus, als wir uns bereits Jahre kannten.

    AntwortenLöschen
  9. @Sibylle. Habe ich gemacht, hat nicht funktioniert ;-)

    AntwortenLöschen
  10. iph gabe die handschuxe noch an und pitte die daraus rezultierenden rechtfreibschehler zu entkuldigen.....ich liebe diese gefüllten dinger, auffe terrasse, mit fladenbrot, zum gegrillten, mit tzatziki, rotwein und ca 25°......bald ist´s wieder soweit !!! ich üb schon mal die leckerchen zu rollen ;-) danke für´s rezept und einen feinen sonntag !

    AntwortenLöschen
  11. Weinblätter mag ich eig nicht so gerne, aber vielleicht sollte ich ihnen nochmal eine Chance geben, selbstgemacht schmeckt ja immer besser... Werde den Tipp mit den Handschuhen beherzigen :)
    Mit körniger Handwaschpaste ging auch nichts ab?
    LG

    AntwortenLöschen
  12. Handwerkerpaste ging auch nicht. Sehr hartnäckig :-)
    Probier mal, selbstgemachte haben mit den gekauften geschmacklich wenig gemein.

    AntwortenLöschen