...dann läufts.
Mann, manchmal klappt aber auch nix. Der Plan war:
Kohlrouladen, denn meine Tochter hat mir von der Feldwirtschaft einen Riesenkohlkopf mitgebracht, ein Klopper das Teil.
Was ich nicht bedacht habe: dieses Monster geht in keinen Topf?! Wie soll ich also die Blätter ablösen, um schöne Rollen herstellen zu können?
Den Kawenzmann in die Spüle gelegt, und heisses Wasser drübergegossen. Und dann die äusseren Blätter ablösen.Das ging......nicht. Ich habe also die verrissenen Teile solange sortiert und übereinandergelegt, bis ich 6 leidlich annehmbare Kohlpatchworkblätter hatte. Gut. Füllung zubereiten aus:
Brät,
Frischkäse,
Eiern,
gestiftelter Karotte,
gewürfelter Zwiebel,
etwas Knoblauch und Petersilie,
Salz, Pfeffer.
Zusammenrühren, sechsteln und auf den Kohlblättern verteilen, aufrollen, mit einer Rouladennadel festpieken. Sehen aus wie Vogelscheuchen? Was solls.
Anbraten, und hernach mit etwas Brühe in eine Auflaufform geben, mit Alufolie abgedeckt bei 180 Grad in den Ofen schieben.
Jetzt Kartoffeln schälen. Wenn man auf dem Markt daran gedacht hat, welche zu kaufen. Mist!
Und nu?
Für meine Tochter habe ich in meiner tiefen "da-darf-keiner-reinschauen" Schublade immer eine Packung Knödelmischung. Für Notfälle. Na, wenn das kein Notfall ist...? Man kann aus den Dingern auch Schupfnudeln formen? Gut. Mache ich, geht natürlich ruckzuck, und gerade als ich die Dinger ins heisse Wasser gleiten lassen, klingeln meine Gäste aus Singapur, die gerade in unserer Ferienwohnung weilen, und verwickeln mich in ein äusserst kompliziertes Gespräch über Adapter und Rooter, Amplifier und Plug-ins und alles in radebrechendem Englisch. ICH radebreche, die Herrschaften sprechen exzellent.
Zurück in der Küche.....logo: Matsch im Topf. Haareraufen.
Die am wenigsten zermatschten Schupfnudeln herausgehoben und beiseite gelegt. Ich habe Sie später in Butterschmalz ausgebacken....war wieder essbar. Nährwert lag halt irgendwo im Minusbereich.
Da liegt doch noch ein leckerer Kürbis rum? Und ich schwöre, das habe ich noch nie erlebt: das Ding liess sich nicht anschneiden! Ich habe noch NIE einen Kürbis mit so einer harten Schale erlebt. Ich habe ein kleine Säge geholt, und nachdem ich am Kürbispanzer abgerutscht bin, und mich beinahe geschnitten hätte, beschloss ich, den vermaledeiten Kürbis einfach so wie er war neben die Kohlrouladen in den Ofen zu schmeissen.
Die Sosse aus kleingeschnittenem Gemüse und Hühnerbrühe, eingkocht, abgeseiht und mit Sahne abgeschmeckt gelang problemlos. Komischerweise.
Inzwischen teilte mir mein Gatte mit, dass er ca. eine halbe Stunde später zum Essen käme. Mir war inzwischen schon alles egal, und so holte ich irgendwann den Kürbis ausm Ofen, hab ihn aufgebrochen wie einen Hummer, die Kerne rausgeworfen und das Fleisch in eine Schüssel gekratzt. Fingersalz und Pfeffer druff, Walnussöl und ein paar zerkrümelte Walnüsse drüber.
Und jetzt kommts:
War alles lecker. Echt und ehrlich. Sogar diese komischen, total verkochten, ausgebratenen Fake-Schupfnudeln.
Und am tollsten war der Kürbis.
Die Familie hat geschnurrt und ich sass kopfschüttelnd daneben und hab mich gewundert.
Was mich noch interessieren würde....irgendwo lag heute Mittag eine Melli-Vodoo-Puppe die irgendjemand traktiert hat....wer wars?
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Samstag, 22. September 2012
Dienstag, 25. Oktober 2011
Kohlrouladen
Ich liebe Kohlrouladen, das Einzige was mich stört, ist der Kochgeruch von Kohl. Deshalb stelle ich den Crockpot mit den vorher angebratenen Rouladen oft nach draussen und lasse die Rouladen dort vor sich hinschmurgeln.
Ich nehme einen Kohlkopf und lege ihn in siedendes Wasser, nehme ihn nach ein paar Minuten raus und schrecke ihn ab. Dann ziehe ich einige Blätter ab. Diese fülle ich dann mit folgender Mischung:
500gr Hack
1 in Milch eingeweichte Semmel (oder Brötchen, für Nicht-Bayern:-) )
1 Ei
Salz, Pfeffer, etwas Pimenton de la Vera
2 in Butter glasig gedünstete Zwiebeln
Das Hack bearbeite ich vorher noch mit dem Zauberstab, damit es noch feiner wird, fast schon wie Brät.
Die Hackfülle rolle ich in die Kohlblätter ein und fixiere die Rouladen mit Küchengarn.
Dann brate ich sie an, und lasse sie laaaaaange mit etwas Brühe im Crockpot auf der Terrasse schmoren. (ca. 4 Stunden). Auf der Herdplatte zubereitet muss man aufpassen, dass die Rouladen nicht auseinanderfallen.
Jetzt hat man 2 Möglichkeiten: entweder man lässt die Sosse natur, oder macht sie mit Sahne sämig....dafür entscheide ich mich meistens.
Bei uns gab es dazu Kartoffelstampf.
Das Foto des fertigen Gerichts ist sensationell misslungen und sieht aus wie in einer Kantine.
Also müsst Ihr mir einfach glauben, dass sie köstlich waren ;-)
Ich nehme einen Kohlkopf und lege ihn in siedendes Wasser, nehme ihn nach ein paar Minuten raus und schrecke ihn ab. Dann ziehe ich einige Blätter ab. Diese fülle ich dann mit folgender Mischung:
500gr Hack
1 in Milch eingeweichte Semmel (oder Brötchen, für Nicht-Bayern:-) )
1 Ei
Salz, Pfeffer, etwas Pimenton de la Vera
2 in Butter glasig gedünstete Zwiebeln
Das Hack bearbeite ich vorher noch mit dem Zauberstab, damit es noch feiner wird, fast schon wie Brät.
Die Hackfülle rolle ich in die Kohlblätter ein und fixiere die Rouladen mit Küchengarn.
Dann brate ich sie an, und lasse sie laaaaaange mit etwas Brühe im Crockpot auf der Terrasse schmoren. (ca. 4 Stunden). Auf der Herdplatte zubereitet muss man aufpassen, dass die Rouladen nicht auseinanderfallen.
Jetzt hat man 2 Möglichkeiten: entweder man lässt die Sosse natur, oder macht sie mit Sahne sämig....dafür entscheide ich mich meistens.
Bei uns gab es dazu Kartoffelstampf.
Das Foto des fertigen Gerichts ist sensationell misslungen und sieht aus wie in einer Kantine.
Also müsst Ihr mir einfach glauben, dass sie köstlich waren ;-)
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