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Donnerstag, 6. Juli 2017

Thermi, Bimby, Lass mi

Habt Ihr einen Thermomix? Ja? Warum? Könnt Ihr nicht kochen? Nein? Ihr habt keinen? Ach, dann könnt Ihr sicher hervorragend kochen.

Die Einleitung macht keinen Sinn? So ist es. Und ich verstehe da einiges nicht. Es gibt offensichtlich nicht genug Gräben, die der Mensch ausheben kann, um sich ( und wenn nur verbal ) mit seinem Gegenüber zu kloppen.


Die Entscheidung, sich eine Küchenmaschine zu kaufen, und sich dann für eine sehr teure, aber auch leistungsfähige zu entscheiden, sagt nichts über die Kochkünste des Käufers aus. Eventuell über seinen Geldbeutel, oder seinen Hang zu Technik in der Küche. Vielleicht auch, dass sich derjenige immerhin mit der Zubereitung von Non-Convenience Food beschäftigt. Und das wars. Wenn ich ein Apple Macbook Air besitze, schreibt der mir auch nicht die Blogbeiträge.

Ich besitze einen Thermomix aus dem Jahr 1998, der hier brav seine Dienste tut. Und mit dem mache ich Sachen. Das ist etwas, für das ich mich nicht rechtfertigen mag, das ist einfach obsolet. Sosehr ich mich über Kommentare oder Emails und Anregungen auch freue, bei Diskussionen über Küchenmaschinen oder die Benutzung eines Nicer-Dicers ( "KREISCH.......WAAAAAS? SOWAS HAST DU IN DER KÜCHE?" "Yep. Habe ich." ) steige ich ab jetzt aus, beziehungsweise nicht mehr drauf ein.

Soviel dazu. Jetzt zu Wichtigerem, nämlich Windbeutel mit Crema gefüllt.
Oh. Mein.Gott.
Bei den Italienern gerne auch Bigné alla Crema ( Danke, Heike) genannt. Die sind zum Sterben köstlich. Aufhören bevor alle weg sind erfordert übermenschliche Willenskraft.

Wenn Sie hier mal gucken möchten:



Am Besten macht man die Crema zuerst, dann kann die in Ruhe runterkühlen.

400 Gramm Milch
4 Eigelb
150 Gramm Zucker
40 Gramm Stärke
Mark einer Vanilleschote
und eine Prise Salz 

in den Thermomix geben und bei 90°C/Stufe 4/ 7 Minuten kochen lassen.
Aus dem Topf in eine Schüssel umfüllen, und direkt auf der Crema mit Klarsichtfolie abdecken (verhindert Hautbildung).

Nun stellt Ihr einen Brandteig her.

250ml Wasser in einem Topf aufkochen,
eine Prise Salz dazu.
100 Gramm Butter darin schmelzen lassen.
150 Gramm Mehl auf einmal dazuschütten, gut umrühren, von allen Seiten abbrennen, in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
Nach und nach 4 Eier unterrühren.

In einen Spritzbeutel füllen und den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech spritzen.
Gibt 12 dicke Dinger, oder 24 Kleine.
In den auf 200°C vorgeheizten Ofen backen. Ich habe einen Multidampfgarer von AEG, da werden die Scheisserchen einfach nur grossartig.Dauert so 20 Minuten.

Wenn die Windbeutel abgekühlt sind, füllt man die Crema in einen Spritzbeutel mit einer spitzen Tülle und füllt sie.
Puderzucker drauf, der Rest ergibt sich von selbst :-)


Mittwoch, 14. Januar 2015

Russen Essen

Also. Wir haben da seit letztem Jahr einen Russen im Haus.
Beim Russen im Allgemeinen denkt man ja eher an Wodka und Borschtsch, aber unserer ist ein richtiges Leckermäulchen, und ich persönlich habe ihn noch keinen Alkohol trinken sehen.
Arnold kam, sah und siegte, und jetzt hat dieser Kerl nicht nur das Herz meiner Tochter, sondern auch meins ein Stück weit geklaut. Hundling.
Er liebt meine Küche, schnurrt und gurrt und hüpft und freut sich. Herrlich, die eigenen Kinder sind ja schon total abgestumpft, aber den Schwiegerkindern kann man immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Ich hätte ja gern 4 Töchter, wie Monsieur Claude, die mir dann multikulti-Schwiegersöhne an den Familientisch bringen. Mal sehen, was meine Jungs noch an Partnerinnen in petto haben.....aber ich schweife ab.
Der Russe im Allgemeinen isst viel. Sehr viel. Und hat einen ausserordentlichen Dessert Magen, der einen staunen lässt. Und er liebt Mehlspeisen. Unserer vergöttert Windbeutel, die ich auch hier schon mal meinem eigenen Fleisch und Blut gebacken habe.





250ml Wasser mit
60 Gramm Butter 
1 TL Vanillezucker und 
1 Prise Salz in einem Topf zum kochen bringen. Von der Herdplatte ziehen und 
150g Mehl auf einmal einrühren. Den Teig zum Kloss rühren und abbrennen. das heisst, auf der Herdplatte mit reduzierter Hitze so lange weiterrühren, bis er sich als Ball vom Topfboden löst.  Abkühlen lassen und 
4 Eier unterrühren. 

In einen Spritzbeutel füllen und hübsch auf ein Backpapier spritzen, entweder in Eclair-Form oder rund in Rosetten für Windbeutel.
Jetzt in den 200 C° heissen Backofen schieben, bei, ACHTUNG! Heissluft!
20 Minuten backen, herausnehmen und sofort heiss aufschneiden.
Füllen könnt Ihr nach Belieben, ich schlage Sahne, ziehe etwas Qaurk unter, süsse mit Puderzucker und mische Dosenmandarinen oder gefrorene Himbeerle unter.
Jetzt dem Arnold beim Essen und Dauergrinsen zusehen, zurücklehnen und Kaffee trinken.





Sonntag, 2. März 2014

Ich bin zurück!!!!

Die Fäden aus dem Aua Finger sind raus, ich bin wieder einsatzfähig! Was für ein herrliches Gefühl, wieder die Hände ins Wasser tauchen zu dürfen. Mein Finger schmerzt zwar noch etwas, macht sich aber ansonsten brav.
Und womit belohne ich mich am Besten? Mit Süssem natürlich!
Churros sollten es werden, mein Bruder war zu Besuch, und wir beide lieben Churros.
Schon zigmal gemacht, Kinderspiel.
250ml Wasser aufkochen,
eine Prise Salz dazugeben.
100 Gramm Butter darin schmelzen.
150 Gramm Mehl auf einmal dazuschütten, gut umrühren, von allen Seiten abbrennen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
Nach und nach 4 Eier unterrühren.
In einen Spritzbeutel füllen und den Teig schneckenförmig in 190 °C heisses Fett spritzen, goldgelb ausbacken, herausheben, mit Zucker bestreuen und feststellen, dass die Fritteuse nicht mehr gescheit heiss wird, und das Gebäck total verfettet schmeckt. MIST!
Nicht geniessbar!!!
Gut, Plan B!
Ofen auf 200°C einschalten, den Bruder 10mal lügen lassen, dass die Churros gar nicht sooooo schlecht schmecken, den Teig in Rosetten aufs Backblech spritzen, die Churros wegwerfen, die Windbeutel goldbraun backen, Sahne schlagen, Vanillezucker (schön selbergemacht, gell?) dazu, die abgekühlten Windbeutel aufschneiden,  mit Sahne füllen, die Fritteuse wegwerfen, den Bruder wieder an den Tisch bitten und Windbeutel essen b i s  d e r  A r z t kommt.
Was waren die köstlich!






Und das zweite Bild ist für Insider, Nele und Sandra wissen Bescheid!


Montag, 29. April 2013

Windbeutel

Haben bei mir nie funktioniert. Angespornt durch einen Blogbeitrag meines Grossgross-Cousins Manuel habe ich mich dennoch nach einigen Pleiten rangetraut. Und hat super geklappt!
Gott, waren die lecker. Nach Manuels Anweisung backen, heiss aufschneiden und füllen.
Weil nicht mehr genug Sahne im Haus war, habe ich das bisschen Rest, das ich noch hatte steif geschlagen und die gleiche Menge Quark und Frischkäse untergehoben. Zuckern, bis es fein schmeckt.
Ein paar Erdbeeren in Scheiben schneiden....ich krieg schon wieder Hunger.....


Und so werden Windbeutel formvollendet gegessen: