Mittwoch, 14. November 2012

S´geit Nudla, Bushi!

Die liebe Bushi hat sich ein wunderbares Blogevent Thema einfallen lassen: Alte Schätzchen. 
Rezepte aus Büchern, die man vielleicht länger nicht beachtet hat, oder Rezepte aus wirklich alten, altmodischen Büchern.
Das Event findet bei meiner lieben Freundin Zorra statt, und da kommen auf jeden Fall wieder tolle Sachen zusammen!
Ich habe ein liebstes Lieblings-altes-Schätzchen. Das Buch heisst:
"D´schwäbisch Kuche" vom Allgäuer Zeitungsverlag in Kempten von 1977. Es ist sogar noch erhältlich.



Das Allgäu gehört zu Schwaben, und die Gerichte daraus bedeuten für mich Heimat und Kindheit.
Häufig spielen Mehl, Milchprodukte, Schmalz und Eier die Hauptrolle.
Ich greife immer mal wieder zu diesem Buch, es ist das älteste, das ich besitze. Meine Mutter hat es mir bei meinem Auszug von Zuhause mitgegeben, es war ihres.
Für Bushi habe ich nun Ziegernudla zubereitet.
Zieger heisst Quark, und den lässt man am Vorabend abtropfen, und zwar 750 Gramm.
Am nächsten Tag vermischt man ihn mit einem Ei, und 200 Gramm Mehl.
Daraus formt man daumendicke Rollen, die man in daumenlange Stücke schneidet.
Diese bäckt man in einer Pfanne portionsweise in Butterschmalz goldbraun aus.
Ich esse die Ziegernudeln gerne mit Zimtzucker, meine Männer essen sie mit Kraut und Speck.
Sie sind einfach und schnell gemacht, Kinder lieben sie, und die Zutaten sind auch noch günstig.


 Einen guten Rat hat das Buch auch noch:

Ond bei allem guete Eassa
derf ba niemols drauf vergeassa
daß ba au an Hearrgott denkt,
der oim  all die Sacha schenkt.
Drum g´heart s´Beata au derzua,
witt it sei wia´d Sau ond Kuah.

Eiser Herr im Himmel doba
mir send do und wend die loba.
Labescht eis met Speis und Drank,
Drum saget mir Dir Lob ond Dank.
Amen 



Blog-Event LXXXII - Alte Schätzchen (Einsendeschluss 15. November 2012)

Dienstag, 13. November 2012

Grosses Lob für kleinen Laden

Wenn Ferien sind, und meine Tochter und ich Zeit haben, gehen wir gerne miteinander einkaufen. Nicht wie sonst im Alltag üblich, mal eben, sondern ausgiebig.
Als wir in ihren Herbstferien bei Rapunzel im Werksverkauf in Legau waren, wollte sie anschliessend noch nach Leutkirch, eine kleine Stadt in Baden-Württemberg. Das ist nur ein paar Kilometer von uns entfernt, aber man kauft dort bereits "Weggle" und keine " Semmel", und statt "Pfiagott" gibts ein "Ade". Meine Tochter wollte in eine bestimmte Traditions-Metzgerei, der Leberkässemmel, äh...Leberkäsweggle wegen, und weil der Kartoffelsalat da so himmlisch schmeckt.
Auf dem Weg dorthin also kamen wir nach Adrazhofen, da kauften wir früher manchmal bei Allgäuland im Werksverkauf ein, aber nicht mehr seit es der Firma Arla gehört und es dort dänische Produkte zu kaufen gab.
Aber, schau an: kein Arla mehr da, stattdessen ein neues Schild am kleinen Lädelchen.
"Pflaum´s feine Frische" klingt ja jetzt nicht so prickelnd.....das Wort "regional" lockt mich jedoch immer.
Herr Pflaum hat den kleinen Laden mit seinen selbst hergestellten Aufstrichen bestückt, daneben gibt es ein beachtliches Käsesortiment, Sahne und Buttermilch aus der Kanne, Quark aus Eimern.....alles von Bauern aus der Umgebung. Man kann Gefässe mitbringen oder welche dort kaufen, und sich dann das Gewünschte abfüllen lassen.
Dazu kauft Herr Pflaum laut Aussage der reizenden Verkäuferin, die alles geduldig und stolz erklärt, verschiedene Oliven und getrocknete Tomaten und Peperoni in Italien, die dann im Allgäu eingelegt werden.
Schnäpse gibts, Eier und Honig auch....und bestimmt habe ich noch was vergessen.






Der alte parmesanähnliche Käse vorne rechts im Bild treibt einem Freudentränen in die Augen. Hansen, Bushi! Eine echte Alternative zum Euch bekannten "Jamei" Käse.
Ich kann den Laden nur allen in der Umgebung wohnenden oder hier urlaubenden ans Herz legen. Und die Produkte, die wir probierten und auch einkauften waren allesamt köstlich!
Ich werde regelmässig dort zu finden sein ;-)

Sonntag, 11. November 2012

Apfelkuchen

Das alte Lied: Wenig Zeit, viel Kuchenhunger.
Dieses Rezept funktioniert auch im Spätherbst mit herrlich sauren Äpfeln.
Statt eines Quarkgusses kann man einfach ein paar Esslöffel Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote und ein paar Esslöffeln Zucker verrühren und auf den Teig streichen. Anschliessend backen. Duftet herrlich, schmeckt köstlich. Geht schnell ;-)






Und die Äpfel sind vom eigenen Baum. Das macht den Kuchen nochmal so fein.

Donnerstag, 8. November 2012

Liebster Lieblingsnachtisch

Ein Crème brûlée nach diesem Rezept hergestellt, nur die Orangenschale weggelassen und durch das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote ersetzt. Und vielleicht den Bräunungsgrad des Zuckers etwas zu sehr ins Dunkle abrutschen lassen. Völlig EGAL. Diese Kruste, diese Süsse, diese Cremigkeit....einfach himmlisch.






Mein Lieblingsnachtisch. Für immer.
Habe ich gerade in der Türkei TÄGLICH abends komsumiert. Ist und bleibt...naja, siehe oben :-)

Freitag, 2. November 2012

Ich schmier ihr eine.....

... Scheibe Brot.
Heike hat was Besseres verdient. Ein anständiges Rezept, ordentliche Mengenangaben und AUF JEDEN FALL ein schönes Foto.
No have have.
Ich biete: Improvisation.....in allen drei Punkten.
Ich backe viel, verbloggen tu ichs selten, weil ich meine Zutaten nicht abmesse.
Ich nehme handwarmes Wasser, einen Würfel Hefe, etwas Zucker und Salz, und gutes Mehl. Meistens Dinkel. Immer so im Mengenverhältins Wasser 2/3 von der Mehlmenge. Bei einem Kilo Mehl also 650ml Wasser. Circa! Meistens nehme ich den Thermomix zum verkneten. Ich lasse den Teig dann auch darin gehen.
Dann heize ich den Ofen auf 250°C, lassen den Teig, zur Kugel geformt ausserhalb der Küchenmaschine solange gehen bis die Hitze im Ofen erreicht ist.
Laib in den Ofen geben, und alle 10 Minuten mal durchs Fenster spitzeln. Man sieht einfach, wann das Brot gut ist, und man kann dann auch zur Sicherheit mal auf den Boden klopfen, sollte sich hohl anhören.
Entgegen besseren Wissens noch warm aufschneiden und mit der besten Sennbutter bestreichen.
Der Himmel.
Ich mag übrigens nicht so gerne Brotscheiben. Ich reisse mein Brot gerne, und schmier nur die Ab-Beiss-Fläche mit Aufstrich ein.
Liebe Heike....das ist das was ich Dir geben kann. ich tu es mit dem grössten Respekt vor Deiner Koch-, Foto- und Blog-Kunst.
Und Dein Butterbrot-Event finde ich eine prima Sache, die einfachen Genüsse sind mir die liebsten.