Samstag, 10. Mai 2014

Auskuriert/Teil 2

Wenn die Ostsee einem nicht geben kann, was man braucht, dann sollte man es vielleicht mit dem roten Meer versuchen.
Nachdem Kühlungsborn ein Griff ins Klo war, musste eine Alternative her.
Glücklicherweise hatte meine Freundin Zeit, und "schwupps" sassen wir im Flieger nach Ägypten.
Von Soma Bay habe ich Euch ja hier und hier bereits berichtet, der Ort ist einfach magisch.
Diese Farben! Das Blau des Meeres jeden Tag anders.
Dass unsere Freundin Selina dort einen Yoga Workshop gibt, wussten wir, aber was er mit uns gemacht hat, war so vorher nicht klar.
Ihr Event hiess "Yoga meets Water", und sie hat uns eindrücklich bewiesen, wie gut es tut, gewohnte Pfade zu verlassen. In Kooperation mit blue silence hat Sie ein interessantes Programm am, im und auf dem Wasser vorbereitet.
Wir machten unter anderem Atemübungen, bei denen der Atemverhalt im Vordergrund stand. Nun ist das für mich als Asthmatikerin eine Horrorvorstellung, nicht mehr Atmen zu dürfen. Zumal ich von Geburt an ein sehr kleine Lunge habe. Aber mit viel Liebe und Meditation und Unterstützung konnte ich mich dann doch überreden lassen, im Übungsraum mal die Klappe sowie die Luft zu halten. Ging so làlà. Meine Freundin war ziemlich cool und machte den Eindruck als hätte sie ihr Leben lang nix anderes gemacht. Ich war schwer beeindruckt.
Dass mich allerdings einer der Instruktoren (Schweizer, was sonst) beiseite nimmt, und sich meiner annimmt um im Pool tatsächlich mit dem KOPF UNTER WASSER zu gehen, hat mich dann fast in Schnappatmung gebracht. In meinem Kopf war nur
:ichkannnichtichwillnichtwiesosollteich....Gottseidank hat meine Freundin sanft gedrängt, und mich überredet, mir diese Chance nicht entgehen zu lassen.
Um es kurz zu machen: Roger, Du bist ein Hypnotiseur, Matze und Laurent, Danke für Eure Eselsgeduld.....und Leute: Ich war am dritten Tag im Meer 8 Meter unter Wasser! MOI! Ich war seit meiner Kindheit nicht mal mehr mit dem Gesicht im Wasser.



 Ich werde noch Tage oder Wochen brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten...aber eins ist klar: Kur kann überall sein, und Therapie auch. Herzen aufmachen, dann klappts schon :-)
Und, JAAAAHAA! Ich weiss, das ist ein Kochblog, bald gibts wieder Rezepte und Leckerchen, versprochen. Aber jetzt träume ich noch ein bisschen vom "unter Wasser sein"...und vielleicht muss ich mir zum tausendsten Mal auch "Le Grand Bleu" angucken. Und ich finde grad Kochen und Essen ....naja, eher unwichtig. Atmen finde ich so toll :-D
A Propos: Wer von Euch hat sich schonmal in einen Neopren Anzug gequetscht??? Das ist ja auch mal ne Nummer, oder? Ich mit meinem verletzten Finger...fragt bloss nicht, wie ich da rein gekommen bin!!! Und falls Ihr fragt, ich werds nicht beantworten! Und Roger!!!! Du hast Schweigepflicht :-D



Kommentare:

  1. Ich mag Deine Reiseberichte. :-) Und Hut ab, ich wäre wahrscheinlich nicht so tief getaucht!

    LG, Nele

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  2. Das war sicher ein Riesenerlebnis! Freut mich, dass es nach den schlechten Erfahrungen dann doch noch dazu gekommen ist. Für die Gesundheit dürfte das ja nicht ganz unbedeutend sein.

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  3. Ich glaube ich muss auch mal zur Kur. Aber nur mit dir und deiner Freundin im Gepäck. ;-)

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  4. Du hast das sicherlich perfekt gelöst - die beste Kur, die du machen konntest!

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  5. Das Gesundheits- und Kurwesen in Deutschland sollte man echt mal überdenken, da sind so viele überkommene Vorstellungen und Pfründe... Wenn jeder Kassenpatient nach Ägypten und dort Yoga und Tauchen lernen dürfte, wäre ich auf die Ergebnisse gespannt. Da kann man sich ja alles ausmalen, Demokratie und Wohlstand in Ägypten, Modernisierung der Kurhäuser in Deutschland, was auch immer...

    Du hast alles richtig gemacht!!!

    (Ach ja, 8 Meter Tiefe ist auch mein Rekord...) :-)

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