Mittwoch, 16. November 2011

Cheesecake! Käsekuchen?

Cheesecake wird mit Frischkäse gebacken, und Käsekuchen mit Quark oder Schichtkäse.
Ich backe ab und an aus den Cynthia Barcomi Büchern, da sind ein paar tolle Sachen dabei....leckere Cinnamon Rolls und tolle Cheesecakes. Ihre Muffins mag ich nicht, vielleicht stell ich mich aber auch doof an.
Sie betont jedenfalls immer wieder, dass man sich GENAU an die Rezepte halten muss...bei den Muffins scheints zu stimmen ;-)
Beim Cheesecake stimmts jedenfalls nicht, den variiere ich immer (brav Rezepte befolgen liegt mir ÜBERHAUPT nicht) wie ichs brauche und was der Kühlschrank hergibt.
Da ich einen Haufen Kekse über hatte (gekaufte, geschenkt bekommen), die keiner essen mochte, habe ich einen Bröselboden hergestellt aus 300 Gramm Bröseln und 150 Gramm geschmolzener Butter.
In eine Springform geben, festdrücken.


Kühl stellen.
Anschliessend die Füllung vorbereiten. Dazu
600 Gramm Frischkäse,
250 Gramm Quark und
175 ml Sahne mischen.
2 Eigelbe und
320 Gramm Zucker verrühren,
bisschen Vanille dazu.
Eine Packung Vanillepudding untermischen.
Zuletzt 2 Eiweisse unterheben.



Auf den vorbereiteten Boden geben.
In den 180°C heissen Ofen geben und ca. 1 Stunde backen. Obacht, die Grenze von gebräunt zu schwarz ist fliessend und schnell erreicht .Öfter in den Ofen blicken.



Danke, Misses Barcomi, für die Anregung. Und nicht böse sein, dass ich den Kuchen nur mit Frischkäse nicht so gerne mag und ihn eingedeutscht habe.

Montag, 14. November 2011

Spannendes Entrecôte...

Mann Oh Mann, war das aufregend....
Ich habe ein wunderschönes Jungbullen-Entrecôte bekommen, stolze 3,1 Kilo schwer.


Das musste ich mitnehmen, oder? Am Sonntag Abend sollte es dann soweit sein, alle Kinder waren anwesend, was inzwischen eine Seltenheit ist, und der Freund meiner Tochter war mal wieder im Haus.
Der musste allerdings um spätestens 19.00 Uhr gehen, das hiess, um 18.00 Uhr sollte das Essen fertig sein.
Kein Problem also....erstmal alle Kochbücher gewälzt....kein passendes Rezept gefunden. Pah, wozu gibts das Internet? Hm. Das erste Rezept verlangte 6 Stunden Niedergar, das zweite 2. Häh? Kann alles nicht sein.
Keine Panik, die Fleischkönigin Bushi ist eine gute Freundin, fix eine Nachricht geschickt...keine Antwort, logo, es war schliesslich Sonntag Mittag, da hat Bushi auch anderes zu tun...
Das Fleisch lag bereits eine Stunde ausserhalb des Kühlschranks.
Dann schön mit Salz und Zucker einreiben. Eine gute, grosse, schwere Pfanne heiss werden lassen...Öl hinein, ich habe Traubenkernöl verwendet.
Von allen Seiten anbraten, ich habe jeder Seite 2 Minuten gegeben.
Anschliessend hab ich das Fleisch rundum mit Estragonsenf eingerieben und in die Wärmeschublade bei 80°C gesteckt.
Inzwischen hat sich Bushi gemeldet und mir ein paar Anweisungen gegeben.
Nach 4 1/2 Stunden sagte das Thermometer 50 Grad Kerntemperatur. Blick zur Uhr....17.30 Uhr. Ob die 5 Grad noch zu schaffen waren?
Ich öffnete die Schublade, um mal aufs Fleisch zu drücken.....Eieiei....das kam mir aber noch nicht soweit vor.....ich hatte doch noch irgendwo ein anderes Thermometer...aber wo? Hektisches Suchen, freudiges Finden. Flink hineingepiekst. Schreck! 40 Grad!
Was tun? Kurze Panik Attacke.
Im  Ofen über der Wärmeschublade garten die Kartoffeln bei 220°C.
Ich habe also mutig ( oder fahrlässig? ) das Fleisch zu den Kartoffeln gepackt. Eine halbe Stunde lang.
Und dann nach kurzer Ruhezeit das Fleisch aufgeschnitten.
Es war köstlich.
Leider sind die Fotos vor lauter Aufregung überhaupt nicht schön geworden.
Als ich das in Facebook postete, meldeten sich ganz viele, um mir bei der Bildbearbeitung zu helfen.
Ist das nicht lieb?
Und Marions hat mir am Besten gefallen, Danke für Eure Hilfe!


Zum Fleisch gab es Ofenkartoffeln, einen feinen Dip und Salat. Ein Träumchen.
Ich war dennoch fix und fertig.... :-)

Samstag, 12. November 2011

Saint-Jacques Burger

...Das Burger Thema lässt mich irgendwie nicht los, und ich will nochmal eine Schippe drauf legen. Da man ja mit 2 Rezepten am Burger Battle teilnehmen darf, steht einem erneuten Versuch ja nix im Wege.
Uwe! Bist Du bereit?
Erstmal Buns vorbereiten wie hier beschrieben, anschliessend Grundrezept Mayo herstellen wie hier ebenfalls hier beschrieben. Die Mayo mit etwas gemahlenem Safran pimpen, und gehackte glatte Petersilie untermischen.
Eine kleine Handvoll roher Riesengarnelen schälen und entdarmen.
Pfanne aufsetzen, Erdnussöl hinein. Jakobsmuscheln hineingeben und von jeder Seite 1 Minute braten. Von der Herdplatte nehmen, ein Nuss Butter in die Pfanne geben, etwas ruhen lassen.
In einer zweiten Pfanne mit den Garnelen genauso verfahren...die tun uns ja den Gefallen und werden hübsch rosé wenn sie fertig sind. Beides zart salzen. Die Hälfte der Garnelen klein würfeln.
In einem kleinen Topf mit Wasser eine Handvoll Spinat zusammenfallen lassen, salzen, ein Mini bisschen Knoblauch dazu.
Jetzt die Buns durchschneiden und kurz mit der Schnittseite in eine Pfanne legen ( Jaaaaaa, die dritte Pfanne ), hell toasten.
Anschliessend mit der Safran Mayo bestreichen, mit dem Spinat belegen, die Garnelen und die Jakobsmuscheln darauf verteilen. Dann dem Gatten vorsetzen und seine Verzückung geniessen.



Naja, und die Buns sind so lecker, dass man sich als Nicht-FischundMuschelesser eine Alternative basteln kann.....die läuft natürlich ausser Konkurrenz, war aber richtig fein :-)


Nutella-Banana-Special-Melli-Burger.........mit Hüftspeckgarantie!

Freitag, 11. November 2011

Kürbis-Paprika Suppe

Im Herbst kommt man um Kürbis einfach nicht rum.
Ich mag Kürbis eigentlich gar nicht so gerne, aber meine Familie, insbesondere meine Tochter liebt Kürbissuppe...und was tut man nicht alles.
Allerdings kann ich Kürbis-Ingwer jetzt wirklich nicht mehr sehen.
Ich wollte eine scharfe Variante.
Ich würfle also ein grosses Stück Muskatkürbis, und mit 2 Zwiebeln in Traubenkernöl schwitze ich diese an.
Dann kommt eine gewürfelte Paprika dazu, plus eine kleine rote Chili. Anschliessend mit selbstgemachter Hühnerbrühe aufgiessen.
Pimenton de la Vera, Salz und Pfeffer hinein. Pürieren. Und dann, ganz wichtig!! Durch ein Sieb streichen.


Eine Dose Kokosmilch mit dem Süppchen verrühren.
Die Suppe ist scharf und mild zugleich, ganz samtig und eine echte Abwechslung zu Kürbis-Orange-Kürbis-Ingwer.
Da kann es noch ein bisschen Herbst bleiben....

Mittwoch, 9. November 2011

Wuist a Anten?

Wir waren am Wochenende in Nürnberg und beschlossen auf der Heimreis ins Allgäu über Mering zu fahren...zu meiner Tante R. und Onkel E.
Die beiden haben uns mit Kartoffelpuffer und Apfelstrudel gefoltert gefüttert und uns von hinten bis vorne verwöhnt. Beim letzten Besuch hat uns Tante R. das Stricken beigebracht...also mir und meiner Tochter. Sie ist die beste Strickerin, die ich kenne! Und meine Tochter, die grundsätzlich ein Schläfchen bei der Grosstante macht meint: "Bei der Tante ists so kuschelig, ich muss da immer schlafen, das ist so gemütlich."
 Onkel E. kommt ursprünglich aus der Oberpfalz und hat in seinem Garten wirklich ALLES : Gemüse, Fische, Schildkröten, Vögel (Kanari?), Hasen, Enten, Wachteln...unglaublich. Und er weiss auch über alle Nutztiere ALLES was man wissen muss oder wissen will. Du willst Heidschnucken halten/kaufen/schlachten? E. fragen. Mein Mann träumt von Dammwild im Garten...Beratungsstelle: Onkel E.


Ein paar Tage vor unserem Besuch hat er seine Enten geschlachtet, und nachdem ich von der Tante bereits mit Bio Gemüse überhäuft wurde, kam von ihm die Frage: "Wuist a Anten? Du griagst oane!"
Erst habe ich mich geziert, weil ich weiss, dass er nur ein gutes Dutzend Federvieh hatte....aber mein Mann rieb sich gedanklich bereits den Bauch und liess mich das per Telepathie wissen.


Onkel E. gab mir noch Zubereitungstipps, da die Laufenten sehr klein sind und nicht sehr schwer.

Ich habe sie eineinhalb Stunden bei 220 Grad im Ofen gebraten...lediglich mit Salz und ganz wenig Paprika gewürzt. Ein bisschen Noilly Prat durfte noch mit in die Reine, und ein paar geschälte Maroni.
Dazu gabs die üblichen Verdächtigen, Kartoffelknödel und Blaukraut, und ein Sösschen.


Mein Mann, einer meiner Söhne und meine Tochter haben geschnurrt....war offensichtlich fein.
Und À propos: die silberne Platte auf der die Entenhälften kuscheln hat natürlich Onkel E. selbstgemacht.
Selbstredend.